Projekt "Schutzinsel"

Die CDU Ortsunion Lipperode möchte in Abstimmung mit dem Lipperoder Gewerbeverein und dem Bürgerring unseres Ortes das Projekt "Schutzinsel" des Kinderschutzbundes vorstellen und einführen.
Lipperode verfügt über besondere integrative Stärken und macht am Beispiel des Josefshauses deutlich, dass wir "ein Ort für alle" sind. Natürlich schließt das insbesondere auch unsere Kinder und Jugendliche ein, denen wir durch die Schutzinseln einen Ansprechpartner in Notsituationen zur Seite stellen.
Die Schutzinseln sind ein Baustein einem Gesamtkonzept zur Gewaltprävention und dienen als Anlaufstelle für Kinder, die Beistand oder Hilfe benötigen. Ein umfassender Schutz vor Gewalttaten kann sicher nicht erreicht werden, dennoch ist durch ein gemeinsames soziales Netzwerk mehr Sicherheit und Schutz für unsere Kinder möglich.
Für viele Menschen ist es selbstverständlich, anderen Menschen in Notsituationen Schutz zu bieten, aber Kinder und Jugendliche wissen das nicht und brauchen ein Zeichen, das ihnen diese Unterstützung signalisiert.
Gewerbetreibende, öffentliche Einrichtungen und sonstige Institutionen übernehmen in schriftlicher Form eine "Patenschaft" für Kinder in Not oder Gefahr. Durch die Unterzeichnung der Selbstverpflichtung erklären Sie Ihre Bereitschaft zur Hilfe und Fürsorge gegenüber den Kindern. Sie sind Ansprechpartner für große und kleine Nöte und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Jede Einrichtung bzw. jedes Geschäft, das an der Aktion mitwirkt, wird mit einem Zertifikat als Schutzinsel ausgewiesen, das an der Eingangstür oder am Schaufenster sichtbar platziert wird. Dieser Aushang signalisiert den Kindern:
Hier bekomme ich in Notsituationen vertrauensvolle Hilfe.
Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind oder der / die Jugendliche sich „nur“ bedroht fühlt oder sich tatsächlich in einer akuten Gefahrenlage befindet. Auch vermeintlich „kleinere“ Anliegen werden dort von den Erwachsenen ernst genommen. Wenn ein Kind die Fahrkarte verliert und zu Hause anrufen muss, wenn es sich verletzt oder auf dem Weg zur Schule oder Freunden in Situationen gerät, die Ängste erzeugen oder eine konkrete Bedrohung, Verfolgung oder Aggression durch Dritte darstellen, sind dies zum Beispiel alles Fälle für die Schutzinsel.
Nachfolgend finden Sie noch weitere Informationen sowie das Logo der Aktion. In den kommenden Wochen werden wir auf die Gewerbetreibenden und die Zielgruppe der Aktion zugehen und für Unterstützung unseres Vorhabens werben!
Informationen zur Aktion "Schutzinsel" des Kinderschutzbundes im Kreis Soest (klick und download)
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16.06.2010
Wir überlegen, nach den Sommerferien eine Auftaktveranstaltung mit allen Beteilgten sowie den Schulen und Kindergärten unseres Ortes durchzuführen, um für das Projekt zu werben. Machen Sie mit! Wir haben eine tolle Chance, unseren Kindern das Gefühl zu geben, Teil einer starken Gemeinschaft in Lipperode zu sein.
17.06.2010
Wir möchten mit der Empfehlung an die Lipperoder Gewerbetreibenden, Schutzinseln zu "gründen", ein Gesamtkonzept anstoßen, welches unter dem Motto "Wegweiser " die Kleinsten in unserem Ort in den Mittelpunkt stellt. Dazu können Aktionen zur Verkehrssicherheitsberatung, Kriminalitäts- und Gewaltprävention sowie Integration folgen. Dies soll in enger Abstimmung und Kooperation mit den "Profis" in diesem Bereich stattfinden: Schulen, Kindergärten, Jugendamt, Polizei, Vereine, Eltern und nicht zuletzt der Lipperoder Bevölkerung.
18.06.2010
Die Kreispolizeibehörde Soest soll in die Planungen und Durchführung des Projektes einbezogen werden. Das Kommissariat Vorbeugung kann hier zum Thema "Gewaltprävention im öffentlichen Nahraum" kompetent beraten und unterstützen.
01.07.2010
Es geht weiter: die Vorbereitungen einer Auftaktveranstaltung laufen auf Hochtouren. Zur Zeit werden verschiedene Referenten gewonnen, die einen ganzheitlichen Ansatz zur Verhinderung von Kinder- und Jugendkriminalität verfolgen. Stadt, Jugendamt, Kinderschutzbund und Polizei sollen Hand in Hand unsere Initiative begleiten.
05.07.2010
Der Gewerbeverein Lipperode wird die Aktion federführend begleiten. Wir sind der Meinung, dass ein entprechender Schwerpunkt genau richtig ist, da die Einzelhändler in Lipperode das Konzept auch maßgeblich tragen und gestalten. Wir freuen uns über die Bereitschaft, diese Verantwortung zu übernehmen!
16.09.2010
Auftaktveranstaltung des Gewerbevereins Lipperode zur Einführung von Schutzinseln mit Beteiligung von Helga Rolf (Leiterin des Jugendamtes der Stadt Lippstadt) und Ingrid Jacobs (Kinderschutzbund Kreis Soest) im Gasthaus Voss.
2010/2011
Die Schutzinseln sind auf Initiative der CDU hin mittlerweile in zahlreichen Lipperoder Geschäften eingeführt. Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Idee derart positiv aufgenommen wurde und ein deutlicher Mehrwert für Kinder und Jugendliche in Lipperode geschaffen werden konnte. Unser Dank gilt nicht zuletzt dem Gewerbe- und Förderverein, der unsere Idee aufgegriffen und umgesetzt hat.